SJD - Die Falken
Stadtverband Mannheim

Erheblicher Wasserschaden im Seminarraum

Am Freitag, den 13 April 2018, gab es einen Wasserrohrbruch in der Wohnung über unserem Seminarraum. Dieser wurde durch die Wassermaßen förmlich überschwemmt. Trotz schnellster Behebung des Rohrbruchs und fast unmittelbarem Abpumpen des Wassers durch die Handwerker der GBG wurde der Raum erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Bis nach Abschluss der nun anstehenden Sanierungsarbeiten wird dieser unbenutzbar sein. Da unsere regelmäßigen Gruppenstunden und Barabende im Gruppenraum stattfinden, sind diese davon nicht betroffen. Wir werden die nächsten Tage den uns entstandenen Sachschaden ermitteln und suchen nach Mitteln und Wegen, wie wir die dadurch entstehende Beeinträchtigung unserer Verbandsarbeit möglichst gering halten können.

Rechter Vandalismus an Falken-Räumen

In der Nacht vom 08. auf den 09. Februar 2018 wurden an unseren Gruppenräumen in F7 mehrere Aufkleber der Jungen Alternativen angebracht. Dabei wurden gezielt mehrere unserer eigenen Aufkleber mit antifaschistischem Inhalt überklebt. Die Aufkleber der Jungen Alternativen waren geprägt von rassistischen und fortschrittsfeindlichen Inhalten.

Diese Aktion steht in einer Reihe von Angriffen auf linke Freiräume in ganz Deutschland, aber auch ganz konkret hier bei uns. In den letzten Jahren wurden unsere Räume wiederholt beklebt, beschmiert und Scheiben eingeschlagen. In Anbetracht dieser Vorgeschichte haben wir uns auch dazu entschieden diesen Vorfall zur Anzeige zu bringen.

Als politischer Kinder- und Jugendverband arbeiten wir darauf hin diese Gesellschaft gerechter, demokratischer und menschenfreundlicher zu machen. Dass das der Jungen Alternativen offensichtlich nicht gefällt, ist angesichts ihrer rechten und menschenverachtenden Haltung nicht verwunderlich. Eines ist jedoch klar: Wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir stellen uns weiterhin konsequent gegen rechte Kackscheiße und kämpfen weiterhin für eine solidarische, antifaschistische und demokratische Gesellschaft.

Kein Fußbreit den Faschisten! No pasaran! Freundschaft statt Vaterland!

Jahreshauptversammlung 2018

Am 17.1.2018 fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung in F7 statt, bei der wir einen neuen Vorstand gewählt haben und die Termine und Aktionen des kommenden Jahres besprochen haben. Der neue Vorstand besteht nun aus den beiden Vorsitzenden Christian und Lena, dem Kassierer Jan Philipp und den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Ioannis und Madeline.
Ein großes Dankeschön und ganz viel Liebe geht natürlich an alle ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder! ♥

Wir freuen uns auf das neue Arbeitsjahr!

Anwesende Mitglieder der JHV 2018

Stellungnahme der Falken gegen die Anträge Nr. 590/594

Wir, die Falken, sind schockiert von den Streichungsplänen der CDU-Fraktion gegen das Jugendzentrum Friedrich Dürr zum kommenden Doppelhaushalt der Stadt Mannheim für 2018/19

Das JUZ ist einer der wichtigsten Anlaufstellen für junge Menschen die selbstorganisiert planen, diskutieren und veranstalten wollen. Es vermittelt aufgrund seiner basisdemokratischen Strukturen allen Kinder und Jugendlichen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion und sexueller Orientierung, Verantwortung, Solidarität und Selbstwirksamkeit und legt damit den Grundstein zur Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen. Die einzigen Menschen, die dort nicht erwünscht sind, sind solche mit menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Einstellungen. Das JUZ trägt einen wichtigen Teil zur Integration geflüchteter Jugendlicher, über den Stadtteil Neckarstadt hinaus, bei. Ehrenamtliche bieten dort kostenlose Sprachkurse, Fahrradreparaturen oder das Cafe Welcome an, bei dem junge Geflüchtete zu Mannheimer Jugendlichen Kontakt knüpfen können und sich bei allen Fragen des Alltags helfen lassen.

Anscheinend ist die Mannheimer CDU-Fraktion nicht der Meinung, dass Integration sowie Selbstbestimmung Teil einer gesunden Jugendarbeit sind. Wir sind verwundert über die von der CDU verbreitete Definition des Linksextremismus, da der Kampf gegen Faschismus, Rechtsextremismus, Rassismus, Repression, Gentrifizierung und Militarismus ein fester Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft ist und eigentlich nicht nur von linker Seite geführt werden sollte. Durch diese Anträge befeuert die CDU das momentane antidemokratische Klima, welches seit geraumer Zeit nicht nur in Mannheim die Gesellschaft vergiftet, indem sie sich mit den rechten Kräften im Mannheimer Gemeinderat zusammenschließt.

Außerdem kritisieren wir den Versuch der CDU, die Mannheimer Jugendeinrichtungen gegen einander auszuspielen, da Jugendarbeit ein gemeinsames Ziel hat, welches in der Unterstützung und Begleitung eines jeden Jugendlichen liegt. Die Aufgabe der Politik sollte es stattdessen sein, die Vielfalt der Mannheimer Jugendeinrichtungen zu unterstützen. Wir sind der Ansicht, das der Versuch der CDU durch die Neuaufteilung der angeblich freien Gelder, Misstrauen zwischen einzelnen Trägern der Jugendarbeit zu säen, ein Angriff auf die freie Jugendarbeit ist. Das Resultat dieses Angriffes ist das sich die Träger der Mannheimer Jugendarbeit noch enger zusammengeschlossen haben und jetzt gemeinsam für die Erhaltung des JUZ kämpfen.
So erklären auch wir Falken unsere bedingungslose Solidarität zum Jugendzentrum Friedrich-Dürr und hoffen, dass auch wir unsere Sitzungen zukünftig dort ausklingen lassen können.

Trauer um Günther Neunreither

Bild von Günther Neunreither

Mit Trauer erfuhren wir vom Tod unseres Genossen Günther Neunreither am 14. Mai. Günther, Jahrgang 1929, spielte eine wichtige Rolle in unserem Verbandsleben. Nach der Neugründung des Mannheimer Ortsverbandes 1946, in Günthers Wohnzimmer, war er lange Jahre aktiv an der Gestaltung des Verbandslebens beteiligt. Uns jungen Falken ist er vor allem durch seine Teilnahme am Altfalkentreffen 2012 bekannt, wo er viele mit bewegenden Erzählungen aus der Geschichte des Ortsverbandes in der Nachkriegszeit in seinen Bann zog. Mit Günther hat der Ortsverband sein langjährigstes Mitglied und einen treuen Freund verloren. Er wird uns fehlen.

Erstes Antira-Straßenfest vor der Asylbewerberunterkunft ein voller Erfolg

Am Samstag, den 3. März kamen etwa 500 Menschen zum antirassistischen Straßenfest in die Pyramidenstraße, um sich über die Situation der in Mannheim lebenden Flüchtlinge zu informieren und ihre Solidarität auszudrücken.

Unser Infostand mit Buttonmaschine und Bastelequipment. Im Hintergrund eine Falkenfahne

Ein vielfältiges kulturelles Programm, das von “Spiele für Viele” und Hüpfburg über ein internationales Buffet und warmer VoKü bis hin zu Auftritten vom Flüchtlingskinder-Zirkus “Trolori” und u.a. Rapper Chaoze One reichte, begeisterte sowohl junge als auch alte BesucherInnen gleichermaßen.

Durch zahlreiche Infostände und Redebeiträge wurde den Flüchtlingen eine Stimme gegeben und so auch die Öffentlichkeit auf die menschenunwürdigen Verhältnisse und die damit verbundenen Forderungen aufmerksam gemacht: Abschaffung der Sammelunterkünfte – Aufhebung von Bildungs- und Arbeitsverbot – Bleiberecht für alle!

Auf Initiative des AK gegen Rechts im Stadtjugendring hatte sich ein breites Bündnis von Organisationen zusammengefunden: neben dem AK gegen Rechts waren zahlreiche Bewohner_innen der Flüchtlingsunterkunft, der AK Antifa, das Bündnis gegen Abschiebungen, die Initiative Freie Flüchtlingsstadt – KulturQuerQuerKultur Rhein Neckar e. V., das Kritische Kollektiv (IL), die Save-me-Kampagne, das Spielmobil, SJD – Die Falken und viele weitere Unterstützer_innen an der Organisation beteiligt.