Ein persönlicher Bericht des Nestors der deutschen Kommunismusforschung Prof. Dr. Dr. Hermann Weber (Universität Mannheim, em.)
24.05.2012
Universität Raum M003 (neben dem Schlossmuseum)
Wir freuen uns sehr, dass wir Professor Weber für einen Vortrag gewinnen konnten. Er wird uns als Zeitzeuge und Historiker von seiner Jugend als Anhänger des Kommunismus, seinem Bruch mit dem “Realsozialismus” und dem Anspruch und der Wirklichkeit in der DDR erzählen.
Hermann Weber besuchte als westdeutscher Kommunist aus Mannheim von 1947 bis 1949 die SED-Parteihochschule Karl-Marx in der Nähe von Berlin. Dort studierte der damals Neunzehnjährige bei Größen der DDR, wie Frida Rubiner und Walter Ulbricht.
Früh kamen ihm hier Zweifel an der Umsetzung des Sozialismus in der DDR, als er miterlebte, wie die Lehre dogmatische Züge annahm; Argwohn, Parteidisziplin und Denunziation den Alltag bestimmten. Nachdem der Parteihochschuldozent Wolfgang Leonhard aus der DDR geflohen war, verstärkten sich seine Zweifel an dem hier eingeschlagenen Weg massiv. Schließlich brachen auch er und seine heutige Frau Gerda Weber mit dem “Realsozialismus”. Wieder in Mannheim fanden sie eine neue politische Heimat in der Sozialdemokratie.
“Webers Bilanz ist bei aller grundsätzlichen und fundierten Kritik am Stalinismus nicht die persönliche Abrechnung eines Rengaten, sondern Beitrag zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit der Frage, wie aus einer emanzipatorischen Bewegung, deren Anhänger zum Aufbau einer neuen, gerechten Gesellschaft angetreten waren, ein diktatorisches System wurde.”
(Buchbeschreibung zu Hermann Webers: “Damals, als ich Wunderlich hieß”)
Veranstaltet von der Juso-HSG Mannheim und der SJD – Die Falken Mannheim






Am Dienstag, den 8. Mai wollen wir gemeinsam die Ausstellung 
Dazu gibt es Workshops zu folgenden Themen:



